Was Sie zum Arbeitszeugnis wissen sollten
Nicht immer bedeutet das Ende einer Anstellung gleich etwas Schlechtes und ein Anwalt ist von Nöten. Was hingegen von Nöten ist, ist ein Arbeitszeugnis. Man kann hierbei auch immer auf ein vorläufiges Arbeitszeugnis bestehen. Sie sollten auf folgendes achten:

  • Das Zeugnis muss der Wahrheit entsprechen.
  • Die Wortwahl, die verwendet wird, muss wohlwollend gewählt sein.

Sie sehen hier schon, dass sich gewisse Probleme ergeben können. Kritik wäre an sich ja die Wahrheit, aber man darf diese nicht so offen formulieren. Daraus hat sich in der Zwischenzeit eine ganz eigne „Sprache“ entwickelt, welche aber auch gerne missverstanden wird. Bevor wir auf diese eingehen, aber noch ein paar Punkte auf die allgemein achten sollten:

  • Stimmen Angaben über Aufgabenbeschreibungen in einem Lebenslauf mit den tatsächlichen aus den Arbeitszeugnissen überein?
  • Wurde darauf geachtet, dass das Zeugnis formal korrekt ist? Sind Datum, Unterschrift, Firmenstempel etc vorhanden?
  • Passen die Aussagen über Ihre Qualifikationen aus dem Zeugnis mit dem aus der Stelleneinschreibung überein?
  • Wissen Sie genau, was die Formulierungen Aussagen?
  • Wie sieht die Entwicklung der Arbeitszeugnisse aus? Ist eher eine Verbesserung oder eine Verschlechterung zu erkennen?

Die Formulierungen in Arbeitszeugnissen
Es gibt ein paar typische Formulierungen, auf die man achten kann:

  • Er/Sie war im höchsten Maße zuverlässig oder Er/Sie erledigte seine/ihre Aufgaben stets selbstständig mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit: Wenn man es mit einer Schulnote gleichsetzen würde, wäre dies eine 1.
  • Er/Sie erledigte die Aufgaben mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit: Dies wäre eher eine 2, wenn man es genauer betrachtet. Die Genauigkeit der Aussagen nimmt ab.
  • Er/Sie war bei der Arbeit sorgfältig und genau oder Er/Sie verfügt über solide Fachkenntnisse: Auch hier sehen Sie den schwindenden Umfang der Beschreibung – eher eine 3.
  • Er/Sie hat sich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden und Er/Sie erledigte die Arbeiten mit Fleiß und dem Willen, sie termingerecht zu beenden: Hier liegt nur der Versuch vor, Etwas zu erledigen, es werden keine genaueren Aussagen getroffen: Das will niemand lesen.